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Position Ranking: Tight Ends

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Sven:

1. Kyle Pitts

2. Pat Freiermuth

3. Brevin Jordan

4. Hunter Long

5. Tommy Tremble

Analyse:

Kyle Pitts nur als Tight End zu bezeichnen, wäre wahrscheinlich eine Beleidigung. Vielmehr ist er eine offensive Allzweckwaffe mit herausragenden Fähigkeiten in allen Aspekten, die auch für Wide Receiver wichtig sind. Er kreiert Separation, hat ein hervorragendes Gefühl für Lücken in den Zonenverteidigungen der Gegner und elitäre Pass-Catching-Skills. Hinzu kommen sehr gute Blocking-Skills. Pitts ist für mich das sicherste Prospect in diesem Draft, noch vor Trevor Lawrence.
 
In jedem anderen Jahr wäre Pat Freiermuth wohl der beste Tight End der Klasse. Seine sicheren Hände und sein starkes Route-Running machen ihn zu einer gefährlichen Waffe im Passspiel. Seine Athletik hat mich nicht umgehauen wie bei Pitts, aber das wäre wahrscheinlich auch zu viel verlangt. Und auch sein Blocking könnte deutlich besser sein.
 
Das Tape von Brevin Jordan macht ebenfalls viel Spaß. Seine Ball-Skills und seine Fähigkeit, Yards nach dem Catch zu kreieren, haben für mich den Ausschlag gegeben, ihn an die dritte Position in meinem Ranking zu setzen. Sein Route-Running und sein Blocking sind aber noch sehr ausbaufähig.
 
Hunter Long ist das perfekte Sicherheitsnetz für jeden NFL-Quarterback. Er fängt die Pässe sicher, wirkt unglaublich intelligent auf dem Football-Feld und zeigt auch eine solide Physis beim Catch und auf seinen Routen. Allerdings hat er auch deutliche Mängel im Route-Running und vor allem im Blocking, die seine Rolle limitieren dürften.
 
Tommy Tremble hat am College nicht viele Pässe gesehen, weshalb die Einschätzung in diesem Bereich mit Zweifeln behaftet ist. Allerdings zeigte er starke Ansätze in den wenigen Pässen (35 Catches in zwei Jahren), die er am College gefangen hat. Seine wahre Stärke liegt aktuell im Blocking, die ihn für viele NFL-Teams interessant machen dürfte.

Jonas:

1. Kyle Pitts

2. Pat Freiermuth

3. Hunter Long

4. Brevin Jordan

5. Tommy Tremble

Analyse:

Kyle Pitts ist ein besonderer Spieler. Ihn auf die Tight End Position zu reduzieren, würde ihm nicht gerecht werden. Selbst wenn man ihn als Wide Receiver bewerten würde, wäre er ein sicherer Erstrundenpick. Pitts hat einen unglaublichen Catch Radius, mit welchem er seinen Quarterback oft rettete. Das in Kombination mit seinem Speed, seiner Athletik und gutem Route Running macht es fast unmöglich, ihn zu verteidigen. Auch als Blocker sollte man Pitts nicht unterschätzen. Er ist der beste Nicht-Quarterback im Draft.

Pat Freiermuth ist ein eher traditionellerer In-Line Tight End. Er ist ein sehr guter Route Runner und bietet einen großen Catch Radius. Nach dem Catch ist er eine echte Waffe, da er nur sehr schwer zu tacklen ist. Seine Athletik kommt nicht annähernd in die Nähe von Pitt. Bei Freiermuths Spielstil ist das aber auch nicht notwendig. Zudem ist der ehemalige Penn State Tight End ein dominanter Run-Blocker. Seine Drop-Rate (8%) liegt ein bisschen höher, als man das bei einem Tight End mit seinem Spielstil möchte. Ein großes Problem ist es aber nicht.

Auch Hunter Long ist ein klassischer In-Line Tight End. Er ist schnell genug, um im Passing Game auf einfachen Routen zu gewinnen und besitzt den Catch Radius und sichere Hände, um als Sicherheitsnetz für den Quarterback zu fungieren. Als Run-Blocker ist er gut, wenn auch nicht sehr dominant. Allerdings fehlt ihm die Agilität, um durch sein Route Running zu gewinnen.

Ein spannender Spielertyp ist Brevin Jordan. Besonders nach dem Catch ist der ehemalige Miami Tight End eine echte Waffe. Nach dem Catch gelangen ihm im Durchschnitt 9,3 Yards (!). Allerdings bietet Jordan nur unterdurchschnittliche Ball-Skills. Besonders bei Contested Catches hat er sehr wenig Erfolg. Zudem fehlt ihm fast jegliche Erfahrung als In-Line Tight End und seine Statur lässt vermuten, dass er nicht viel Potenzial als Blocker bietet. Das richtige Schema wird für den Erfolg in seiner Karriere extrem wichtig sein.

Tommy Tremble ist ein sehr guter Blocker, wobei es bei seiner Statur unklar ist, ob er in der NFL als In-Line Blocker Erfolg haben wird. Im Passing Game wurde er trotz gutem Speed und Explosivität kaum genutzt. Seine Routen und Hände sind ausbaufähig. Trembles Zukunft in der NFL könnte ein Wechsel auf die Fullback Position sein. Diese wird jedoch nicht mehr von allen Teams genutzt.

Die Podcast-Folge mit der Tight End Preview wird am kommenden Wochenende (24./25.04.) veröffentlicht.

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