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Position Ranking: Linebacker

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Sven:

1. Jeremiah Owuso-Koramoah

2. Micah Parsons

3. Zaven Collins

4. Nick Bolton

5. Jamin Davis

Analyse:

Wahrscheinlich gibt es nichts, was Jeremiah Owusu-Koramoah nicht kann. In der High School spielte er erfolgreich Basketball, Wide Receiver, Wild Cat Quarterback , Cornerback, Safety und Linebacker. Er ist wahnsinnig agil, explosiv und auch in Coverage aus dem Slot ein verlässlicher Defender. Teilweise wirkt er etwas übermotiviert, aber für mich ist er der beste Linebacker in diesem Draft.

Wenn die Off-Field-Concerns nicht da wären, wäre Micah Parsons allerdings für mich die Nummer Eins in meinem Ranking. Seine Athletik und seine Reaktionsschnelligkeit haben mich extrem beeindruckt. In Kombination mit seiner Spielintelligenz gibt es kaum ein besseres Defensiv-Talent im Draft. Allerdings habe ich große Bedenken, was sein Verhalten neben dem Platz betrifft.

Seine Coverage-Fähigkeiten heben Zaven Collins vom Rest der Linebacker-Klasse ab. Er bewegt sich sehr flüssig und beweist immer wieder ein gutes Gespür für den Ball. Sein Run-Support ist aber noch ausbaufähig, was ihn für mich aus dem Top-Tier der Linebacker herausspült.

Nick Bolton dagegen ist ein echtes Monster in der Run-Defense, was vor allem an seinen guten Instinkten und seiner hervorragenden Vision liegt. Seine Physis hilft ihm darüber hinaus im Tackling. Doch seine Coverage-Fähigkeiten bieten noch viel Luft nach oben.

Über eine brillante Vision und eine exzellente Sideline-to-Sideline-Range verfügt auch Jamin Davis. Sein Problem liegt aber im Beenden von Tackles. Zu oft rutscht er vom Angreifer ab, weil er seinen Kopf zu früh runternimmt und sein Ziel dabei aus den Augen verliert. Auch sein ansonsten sehr gutes Footwork hat mir beim Tackling nicht wirklich gefallen.

Jonas:

1. Micah Parsons

2. Jeremiah Owusu-Koramoah

3. Zaven Collins

4. Nick Bolton

5. Jamin Davis

Analyse:

Micah Parsons ist ein athletischer Freak. Er hat ein unglaublich großes Einflussgebiet, welches durch sein Spielverständnis und seine Instinkte noch weiter vergrößert wird. Von Blockern löst sich Parsons problemlos und seine Tacklings sitzen in den meisten Fällen sicher. Problematisch ist hingegen seine geringe Erfahrung in Coverage. Bei Passing Downs sollte sein zukünftiges Team Parsons lieber als zusätzlichen Rusher einsetzen.

Jeremiah Owusu-Koramoah ist undersized für einen Linebacker, kann aber durch seine Explosivität und Fähigkeiten in Coverage ein wichtiger Baustein für eine moderne NFL Defense sein. Gegen den Lauf muss er wegen seinem geringen Gewicht versuchen, Blocker zu vermeiden, schafft das durch seine Explosivität aber meistens. Als Tackler hat JOK ein paar Misses zu viel. Diese sind oft ein Resultat von Over-Pursuit.

Im Gegensatz zu JOK sieht Zaven Collins körperlich wie ein klassischer Old-School Linebacker aus. Allerdings ist er eigentlich das komplette Gegenteil. Collins glänzt besonders in Zone-Coverage. Gegen den Lauf hat er hingegen immer wieder Probleme, sich aus Blocks zu lösen, da ihm hier schlicht der Plan fehlt. Dieses Problem ist auch als Pass-Rusher sichtbar.

Nick Bolton ist anders als die vor ihm platzierten Spieler kein außergewöhnlicher Athlet. Stattdessen ist er extrem intelligent und mit einem tollen Spielverständnis ausgestattet. Gegen den Lauf reagiert er schnell und stopft sofort sein Gap. In Coverage sind seine Richtungswechsel nicht schnell genug, um mit vielen seiner Gegner mitzuhalten.

Ebenfalls mit guten Reads im Running Game ist Jamin Davis ausgestattet. Zudem ist er ein extrem guter Athlet mit einem großen Einflussgebiet. Seine Tackles sitzen ebenfalls meistens sicher. Nur sieben Prozent seiner Tackles finden nicht ihr Ziel. Allerdings fehlt es Davis an Erfahrung, da er nur eine Saison als Starter absolviert hat. Das wird besonders in Coverage deutlich, obwohl er die physischen Tools für einen guten Coverage Linebacker hat.

Wenn ihr noch mehr zu den Linebackern der 2021er Draftklasse wissen möchtet, könnt ihr euch noch unsere Linebacker-Folge (Episode 5) im Purple Draft Talk anhören.

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