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Position Ranking: Interior Offensive Line

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Sven:

1. Alijah Vera-Tucker

2. Landon Dickerson

3. Creed Humphrey

4. Kendrick Green

5. Quinn Meinerz

Analyse:

Alijah Vera-Tucker ist das Rundum-Sorglos-Paket für die Offensive Line. Beeindruckt hat mich sein Anker beim Pass-Blocking. Hier ist er kaum aus dem Weg zu bekommen, auch dank seiner herausragenden Beinarbeit. Dazu kommen starke Hände und ein brillantes Spielverständnis. Zudem kann er auch auf Tackle eingesetzt werden, was ihn sicherlich wertvoller für einige Teams werden lässt.
 
Landon Dickerson macht auf Tape einfach Spaß. Er ist gigantisch für einen Center (6-6) und könnte deswegen von vielen Teams auch als Guard gesehen werden. Dickerson gewinnt mit seiner Power und wirkte teilweise wie ein Mann unter Kindern – in der SEC. Seine Verletzungsanfälligkeit (bereits zwei Kreuzbandrisse und mehrere Knöchelverletzungen) sind allerdings ein gewaltiges Fragezeichen in seiner Evaluation.
 
Creed Humphrey zeigt auf Tape kaum Schwächen und gehört zu den besten Offensive Linemen in diesem Draft. Im Zone Blocking hat er mir nicht ganz so gut gefallen wie in anderen Schemes. Aber seine herausragende Handtechnik, sein Verständnis für gegnerische Defenses und seine Awareness im Blocking machen ihn für mich zu einem hervorragenden Prospect.
 
Ich sehe mich inzwischen als Lokführer auf dem Kendrick Green-Hypetrain, der bisher aber nur einen Passagier hat. Green hatte ich bereits in unserer ersten Folge des Purple Draft Talks als Sleeper angesprochen. Ich liebe seine Beweglichkeit im Zone Blocking und seine Recovery-Fähigkeit, wenn er mal von einem Rusher beim ersten Kontakt geschlagen wird. Allerdings neigt er häufig dazu, sich in den Gegner hineinzulehnen und ins Leere zu greifen, was ihn extrem anfällig für Counter-Moves macht.
 
Als Division-III-Prospect steckt viel Projection in der Evaluation von Meinerz. Der Wisconsin-Whitewater-Lineman zeigte beim Senior Bowl aber herausragende Reps gegen hochklassige Konkurrenz, was zumindest ein paar Fragezeichen bezüglich des Competition Levels während seiner College-Karriere minimieren dürfte. Seine Technik hat mich dabei beeindruckt, auch wenn sie insgesamt noch ausbaufähig erscheint.

Jonas:

1. Alijah Vera-Tucker

2. Landon Dickerson

3. Jackson Carman

4. Creed Humphrey

5. Wyatt Davis

Analyse:

Alijah Vera-Tucker ist eine der einfachsten Evaluationen dieser Klasse. Nur wenige Prospects haben technisch ein saubereres Tape vorzuweisen als er. Besonders seine Fußarbeit in Pass Protection ist Stoff für Lehrfilme. Bei USC spielte Vera-Tucker in der vergangenen Saison als Left Tackle und machte seine Sache auch dort sehr gut. Wegen seiner Statur und seiner kurzen Arme wird er in der NFL aber wohl zurück nach innen gehen.

Auch Landon Dickerson sammelte bereits Erfahrung als Tackle, spielte aber in den letzten beiden Saisons als Center. Seine größte Waffe ist gefühlt grenzenlose Kraft. Auch technisch ist Dickerson sehr weit ausgebildet. Dickersons Pad-Level könnte durch seine Größe ein Problem werden, wobei er das durch seine extreme Stärke ausgleicht. Das größte Fragezeichen bei Dickerson ist seine bereits extrem lange Krankenakte. 

Jackson Carman spielte seine gesamte College Karriere als Left Tackle. Die NFL-Zukunft des 317-Pfund-Hühnen sehe ich aber eher innen als Guard. Carmans Fußarbeit funktioniert in Pass Protection am besten in Short-Sets, weshalb der Wechsel nach innen für ihn Sinn macht. Seine Hand-Technik ist weit entwickelt. Er zeigt eine große Varianz in seinem Punch und versteht es, seine Hände unabhängig voneinander einzusetzen. Zudem hat er für einen so großen Spieler ein beeindruckendes Pad-Level, wodurch er auch gegen kleinere Defensive Tackles keine zu großen Probleme bekommen sollte.

Bei Creed Humphrey bin ich deutlich kritischer als die meisten. Der ehemalige Sooners Center ist intelligent und agiert sehr sauber mit seinen Händen. Allerdings bewegt er sich nicht so gut, wie man es bei seinen Pro Day Ergebnissen erwarten würde. Zudem ist er recht groß für einen Interior Lineman, aber nicht sehr beweglich in seinen Knien. Dadurch spielt er deutlich zu aufrecht. Gegen kompakter gebaute Defensive Tackles wird ihn das in Schwierigkeiten bringen.

Wyatt Davis hatte lange 1st-Round-Hype. Allerdings verletzte er sich im National Title Game. Davis bewegt sich gut in Space und sollte insbesondere für Zone-Blocking Offenses eine attraktive Option sein. In Pass Protection spielt er allerdings zu hoch, weshalb er zu oft in die Pocket gedrückt wird. Auch sein Spielverständnis braucht noch deutliche Verbesserungen. Zwischen ihm und Center Josh Myers gab es deutlich zu viele Missverständnisse, welche zu ungeblockten Rushern geführt haben.

Wenn ihr noch mehr zu den Offensive Tackles der 2021er Draftklasse wissen möchtet, könnt ihr euch noch unsere Folge zur Offensive Line (Episode 6) im Purple Draft Talk anhören.

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