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Position Ranking: Interior Defensive Line

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Sven:

1. Christian Barmore

2. Levi Onwuzurike

3. Milton Williams

4. Marlon Tuipulotu

5. Jay Tufele

Analyse:

Die Defensive Tackle-Klasse ist in diesem Jahr nicht sonderlich eindrucksvoll. Ein Satz vorneweg: Bei allen hier genannten Prospects ist das inkonstante Pad-Level aus meiner Sicht ein Problem. Damit ich diesen Kritikpunkt nicht bei jedem Spieler nennen muss, lasse ich es euch hier wissen.
 
Christian Barmore ist der mit Abstand beste Defensive Tackle in diesem Draft. Seine Explosivität, seine Kraft und sein Motor ragen bei der Evaluation heraus. Er gibt kein Play verloren und bringt das nötige Spielverständnis mit, um den Ball im Gewimmel an der Line of Scrimmage nicht aus den Augen zu verlieren. Allerdings ist er mir auf Tape nicht konstant genug, wird oft aus dem Spiel genommen.
 
„Twitchy“ beschreibt Levi Onwuzurike wohl am besten. Er ist nur schwer zu greifen, arbeitet gut horizontal und vertikal, geht gegnerischen Blockern sehr gut aus dem Weg und ist selbst in Kontakt immer für eine Überraschung gut. Allerdings wird er mir viel zu häufig aus dem Weg geschoben, was auch an seinen eher limitierten Maßen liegt.
 
Milton Williams wirkt auf Tape unglaublich agil, quetscht sich durch die kleinste Lücke in der Line und arbeitet die Line of Scrimmage dank seiner lateralen Beweglichkeit auf und ab. Sein Einsatz gefällt mir, regelmäßig jagt er Screens nach und erwischt den Gegner teilweise sogar. Allerdings ist sein Tackling noch ausbaufähig. Zu oft rutschen ihm Gegenspieler durch die Arme.
 
Marlon Tuipulotu fehlen Pass-Rush-Skills an allen Ecken und Enden. Dafür ist er eine Bank in der Run-Defense dank seines guten Ankers und seiner Awareness für den Ballträger. Zudem gefallen mir seine Hände, die er immer wieder kraftvoll einsetzt.
 
Balance ist die Trumpfkarte von Jay Tufele, der dadurch nur selten in größere Probleme gerät. Er bleibt beim Pass-Rush immer in Bewegung, gibt nie auf und lässt sich um Run-Game kaum aus dem Weg schieben. Doch er bleibt mit zu oft an Blockern hängen und wird so häufig aus dem Spiel genommen. Zwar ist sein Einsatz in diesen Situationen vorbildlich. Aber seine körperlichen Limitierungen werden allzu oft deutlich.

Jonas:

1. Christian Barmore

2. Levi Onwuzurike

3. Tommy Togiai

4. Alim McNeill

5. Osa Odighizuwa

Analyse:

In einer enttäuschenden Gruppe von interior Defensive Linemen ragt Christian Barmore noch am ehesten heraus. Besonders als Pass-Rusher strahlte er zum Ende der Saison eine große Dominanz aus. Mit seiner Kombination aus Kraft, Explosivität und Beweglichkeit sowie sehr aktiven Händen macht er gegnerischen Guards im Passspiel das Leben schwer. Gegen den Lauf agiert Barmore hingegen zu unkonstant. Besonders ein manchmal zu hohes Pad-Level und die Entblößung seiner Chest Plate machen ihn hier zu oft angreifbar. 

Auch das Spiel von Levi Onwuzurike ist zu oft von Unkonstanz besonders gegen den Lauf geprägt. Dabei hat auch der ehemalige Washington Defender körperlich beinahe alle Tools, die man sich wünscht. Gegen den Lauf litt er allerdings darunter, dass er oft als Nose Tackle eingesetzt wurde, obwohl er dafür deutlich zu leicht ist. Gegen den Pass muss sich Onwuzurike noch zusätzliche Counter aneignen. 

Tommy Togiai ist ein extrem kräftiger, wenn auch ein bisschen klein und leicht geratener Defensive Tackle. Dafür besitzt der ehemalige Buckeyes Spieler ein sehr gutes Pad-Level und einen guten Get-Off. Zudem kann Togiai auf eine große Auswahl an Pass-Rush-Countern zurückgreifen. Seine kurzen Arme könnten hingegen ein Problem werden. Auch seine Balance ist trotz gutem Pad-Level nicht immer optimal.

Der beste Nose Tackle der Klasse ist Alim McNeill. Allerdings sehe ich ihn eher als 1-Technique statt als True Nose wie auf dem College. Da er oft zwei Gaps verteidigen musste, konnte McNeill seinen eigentlich guten Get-Off nur selten zeigen. Eine Even-Front, wo er nur ein Gap verteidigen muss, sollte besser zu ihm passen. Durch seine Athletik hat McNeill auch Potenzial als Pass-Rusher. Dafür muss er aber sein Repertoire an Pass-Rush-Countern aber noch deutlich aufstocken.

Bei vielen Teams könnte Osa Odighizuwa wegen seinem geringen Gewicht nicht als Vollzeit-Starter in der interior Line gesehen werden. Allerdings spielt er deutlich schwerer als sein gelistetes Gewicht, da er das beste Pad-Level an der Spitze dieser Klasse anbietet. Trotz seiner geringen Größe hat Odighizuwa lange Arme, die er auch gut einzusetzen weiß. Er ist nicht ganz so explosiv und athletisch, wie man es sich von einem Lineman mit seinen Maßen erhofft. Dennoch bietet er auch in diesem Bereich genug, um viele Guards vor Probleme zu stellen.

Wenn ihr noch mehr zu den Interior Defensive Linemen der 2021er Draftklasse wissen möchtet, könnt ihr euch noch unsere D-Line-/Edge Rusher-Folge (Episode 9) im Purple Draft Talk anhören.

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