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Position Ranking: Edge Rusher

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Sven:

1. Azeez Ojulari

2. Jaelan Phillips

3. Kwity Paye

4. Jayson Oweh

5. Gregory Rousseau

Analyse:

Für mich gibt es kaum etwas auszusetzen bei Azeez Ojulari. Ich liebe seinen Get-Off und seinen Burst, regelmäßig ist er der Erste, der sich an der Line of Scrimmage nach dem Snap bewegt. Sein Bend ist herausragend, er legt sich wie ein Motorradfahrer in den Offensive Tackle hinein. Lediglich sein Repertoire an Pass-Rushe-Moves scheint mir ausbaufähig. Allerdings kommen die wenigsten Edge-Rusher mit mehreren Moves aus dem College in die NFL.

Jaelan Phillips dürfte eigentlich gar nicht hier stehen, denn er hatte seine Karriere bereits wegen mehrerer Gehirnerschütterungen beendet. Doch er versucht es noch einmal und hat gute Chancen, hoch gedraftet zu werden. Sein Tape ist beeindruckend, er bewegt sich leichtfüßig, aber mit extrem viel Power über das Feld. Wären die medizinischen Bedenken nicht, wäre er mein Edge-Rusher Nummer Eins. Normalerweise berücksichtige ich die Verletzungsgeschichte nicht so sehr, aber bei Phillips komme ich aufgrund der Schwere der Verletzungen nicht drum herum.

Mit Kwity Paye bin ich auf Tape nicht richtig warm geworden. Vielleicht habe ich die falschen Spiele geschaut, aber mir ist er deutlich zu häufig an Blocks hängengeblieben und wirkte dabei sehr eindimensional. Dennoch war ich von seinem geringen Pad-Level beeindruckt, das einigen Offensive Linemen in der NFL in Kombination mit seiner tollen Explosivität Probleme bereiten dürfte.

Jayson Oweh ist ein physisches Monster und punktet mit seiner unglaublichen Athletik auf dem Feld. Hinzu kommen eindrucksvolle Handtechniken, die gegnerische Linemen das Fürchten lehren. Seine Produktivität ließ am College allerdings zu Wünschen übrig und könnte ihn auf einigen Draftboard Plätze kosten. Aus meiner Sicht ist sein fehlender Instinkt dafür verantwortlich.

Gregory Rousseau ist der Prototyp eines Boom-or-Bust-Prospects. Seine Upside ist gigantisch, denn er spielt noch nicht lange die Edge-Rusher-Position und wirkt teilweise völlig planlos auf Tape. Aber seine Physis spricht für sich. Wenn ihm jemand Footballspielen beibringt, dürfte er zu den besten Defendern der Liga gehören. Wenn nicht, ist er ganz schnell wieder draußen.

Jonas:

1. Kwity Paye

2. Azeez Ojulari

3. Jaelan Phillips

4. Jayson Oweh

5. Gregory Rousseau

Analyse:

Kwity Paye ist ein physischer Freak, der technisch noch viel Luft nach oben hat. Diese Beschreibung passt auf einen Großteil der Klasse. Payes Floor ist jedoch höher als bei vielen anderen, da er bereits ein wirklich guter Power-Rusher ist. Auch als Run-Defender ist er schon recht weit. Als Pass-Rusher ist er durch seine Explosivität, Power und Pad-Level bereits produktiv. Allerdings muss er seine Counter-Moves noch deutlich verfeinern und seine Tool Box hier vergrößern.

Der beste reine Pass-Rusher der Klasse ist Azeez Ojulari. Der ehemalige Bulldogs Rusher ist explosiv und hat einen extremen Bend, wodurch er quasi unter Offensive Tackles durch tauchen kann. Auch sein Pass-Rush-Plan ist weit entwickelt und Ojularis lange Arme helfen ihm bei der Durchführung dieses Plans. Durch sein geringes Gewicht wird Ojulari in der NFL aber wohl auf ein weites Alignment angewiesen sein. Even-Fronts werden wohl nicht so viel Wert in ihm sehen. 

Die wohl riskanteste Prognose für Teams ist Jaelan Phillips. Schließlich hatte er seine Karriere bereits kurzfristig wegen Gehirnerschütterungen beendet. Athletisch hat er dafür alles, was man braucht. Einzig sein Oberkörper wirkt manchmal etwas steif, weshalb Blocker ihre Hände zu einfach an seine Chest Plate bringen können. Phillips verfügt bereits über eine gute Sammlung an Pass-Rush Moves, muss aber noch an seinem Timing und Varianz von Play zu Play arbeiten.

In einer Klasse mit vielen physischen Freaks ist Jayson Oweh der wohl größte Freak von allen. Seine Pro Day Resultate wären selbst für einen 30 Kilogramm leichteren und wesentlich kleineren Receiver beeindruckend gewesen. Das Problem? Technisch und bei seinem Spielverständnis steht Oweh noch am Anfang seiner Entwicklung. Er hat zwar bereits ein paar effektive Counter, muss hier aber seine Tool Box noch deutlich erweitern. Zudem merkt man ihm noch an, dass er noch zu lange braucht, um im Kopf das Geschehen um ihn herum zu verarbeiten. 

Gregory Rousseau besitzt einen optimalen Körperbau für die Position, wobei er seinen Körper noch mit ein bisschen mehr Masse ausstatten könnte. Zudem besitzt er einen starken Get-Off, welcher ihn in Kombination mit seiner Länge besonders für Interior Offensive Lineman fast unblockbar macht. Auf seiner angestammten Position außen hat Rousseau hingegen mehr Probleme, da seine Länge und sein erster Schritt selten ausreichend sind, um Offensive Tackles zu schlagen und er noch keine große Auswahl an Countern besitzt.

Wenn ihr noch mehr zu den Edge Rushern der 2021er Draftklasse wissen möchtet, könnt ihr euch noch unsere D-Line-/Edge Rusher-Folge (Episode 9) im Purple Draft Talk anhören.

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