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Mock Draft Monday: Renke Onkens 7-Round Vikings Mock Draft

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Heute mal ein Mockdraft von mir- ohne unseren Siebtrundenpick, der von der NFL im Laufe der letzten Woche aberkannt wurde. Es wurde der Simulator von TheDraftNetwork genutzt, heute inkl. einem Trade, da ich zufälligerweise ein kostenloses Testabo ergattern konnte.

Runde 1 (14): Trade Vikings (14) mit den Patriots (15, 120):

Die Patriots wollen sicher gehen, Micah Parsons zu bekommen, und geben uns für einen Downtrade von 14 aus 15 einen Viertrundenpick dazu. Gerne wäre ich hier weiter runter gegangen, aber außer von den Patriots gab es kein Angebot. Man nimmt, was man kriegen kann!

Runde 1 (15): Christian Darrisaw, OT, Virginia Tech

Dann nehmen wir den Spieler, der ansonsten an 14 genommen worden wäre, eben an 15: Ein Offensive Tackle, der sofort starten kann. Darrisaw passt zudem super in das „Zone-Run“ Scheme der Vikings. Könnte ein Franchise-LT werden und der Offensive Line wird mit dem ersten Pick massiv geholfen.

Runde 3 (78): Payton Turner, Edge, Houston

Payton Turner ist ein Spieler, den ich gern in eine Zimmer-Defense mocke: Ein Defensive End, der noch sehr „roh“ ist, meiner Meinung nach aber einiges an Upside bietet. Er braucht jedoch definitiv einiges an „Technik-Schulung“, dürfte dann jedoch sowohl gegen den Run als auch gegen den Pass brauchbar sein Hier wird der klare Edge-Need auf der Seite gegenüber von Danielle Hunter bedient.

Runde 3 (90): Ben Cleveland, OG, Georgia

Cleveland und Cleveland als Guards? Klingt zumindest besser als das, was letzte Saison bei uns in der Line vorhanden war! Ben Cleveland ist nicht der agilste Blocker, also eigentlich kein perfekter „Scheme-Fit“ für uns. Dennoch einfach unglaublich stark im Runblocking, wenn er hier noch da sein sollte, könnte Spielman ihn holen. Auch er braucht noch ein wenig Technik, ist insgesamt aber grundsolide und könnte sehr schnell starten. Kein überragender Athlet, dies ist gerade auf Guard jedoch auch nicht unbedingt zwingend erforderlich.

Runde 4 (119): Talanoa Hufanga, S, USC

Ein weiterer potentieller Need, der hier bedient wird: Auf der Safetyposition ist unsere Nummer 2 Josh Metellus- und dem muss dringend Abhilfe geschaffen werden. Mit Talanoa Hufanga bekommen wir meinen persönlichen Draftcrush auf der Safety-Position in Runde 4: Hufanga hat einen unglaublichen Football-IQ, ist ein sehr sicherer Tackler und hat 2020 seine Coveragefähigkeiten offensichtlich steigern können. Kann sowohl als Safety, als auch als Linebacker auflaufen und hat einen gewissen Value im Passrush, wenn er situationsspezifisch schnell zum QB gelangen soll.

Die größte Kritik an ihm sind seine etwas steifen Hüften- welche er allerdings durch seinen hohen Football-IQ und seine Instinkte ausgleichen kann. Selbst wenn er nicht als Safety aufläuft hat er einigen Value in den Special Teams.

Runde 4 (120): Patrick Jones II, DE, Pittsburgh

Noch ein Edge-Defender? Wieso denn das? Naja, wir sind schon sehr darauf angewiesen, dass unsere 2. Defensive-End-Position adäquat besetzt wird- Weatherly ist definitiv nicht die Antwort. Man hat zwar Turner in Runde 3 geholt, geht hier allerdings wieder auf DE; um die Chancen auf einen NFL-Starter zu erhöhen. Ich verweise hier auf die Ausführungen von Christoph Girnat, in seinem Mockdraft:

„Pittsburghs Patrick Jones II. Ein richtig großer Spieler, der für die NFL gerne noch ein paar Kilos zunehmen darf. Dann kann er sich aber durchaus zu einem guten DE entwickeln und das sollte kein Problem sein. Ich würde ihn sogar relativ schnell als die Nr. 2 gegenüber von Danielle Hunter sehen.“

…zudem hab ich als Prospect-Comparison oft „Brian Robison“ gelesen. Nehm ich!

Runde 4 (125): Sage Surratt, WR, Wake Forest

Endlich ein WR! Sage Surratt kann als WR3 in unserer Offense sehr gut aussehen. Der Spieler hat gute Hände und ist ein ideales Redzonetarget aufgrund seiner Größe (1,91m)- kann nur leider nicht oft genug Separation kreieren. Kann zudem blocken, was Zimmer gefallen dürfte. Thielen und Jefferson können sich den Slot aufteilen, während Surratt einen klassischen „X-Receiver“ Outside bildet. Falls er einschlägt, wird er oft 10- 20 Yards mit einem einzigen Catch holen, nach dem Catch dafür allerdings sehr wenig. Setzte 2020 aus, war Ende der 2019er-Saison verletzt. Folglich auch eine relativ große Wildcard.

Runde 4 (134): Ambry Thomas, CB, Pittsburgh

Auf dem Tape etwas inkonstant, könnte bei richtigem Coaching jedoch ein guter Nickel-Cornerback werden. Für einen Cornerback überraschend gut gegen den Run! Setzte 2020 aus, auch hier also eine Wildcard.

Runde 4 (143): Darius Stills, DT, West Virginia

Hätte an dieser Stelle lieber einen Linebacker gehabt, jedoch war nichts dabei, was mich überzeugt hätte. Darius Stills könnte in der Rotation als 3-Technique eingesetzt werden: Als Run-Defender nicht gut und groß genug, könnte er bei offensichtlichen Passingdowns eventuell Pressure kreieren.

Runde 5 (157): Caden Sterns, S, Texas

Noch einen Safety? Selbe Argumentation wie oben bei den Edge-Defendern: Chancen müssen hier gesteigert werden, einen Starting- Safety im Draft zu finden.

Caden Sterns ist gegen den Pass ziemlich stark gewesen im College. Sobald der Gegner jedoch mit dem Ball in der Hand auf ihn zuläuft, war es gefühlt eine 50/50-Situation: In der Hälfte der Fälle macht er das Tackle, in der anderen Hälfte verpasst er das Tackle klar und völlig vermeidbar. Braucht hier definitiv noch Coaching, zudem muss er mental einiges dazulernen. Könnte früh in den Special Teams glänzen, auch wenn er hier noch nie gespielt hat: Die athletischen Tools dafür hat er definitiv.

Runde 5 (168): Josh Imatorbhebhe, WR, Illinois

Ein weiterer großer Receiver (1,88), der noch geschliffen werden muss. Wie oben: Auch er hat das Potential zum X-Receiver, hat gute Hände und macht gern contested Catches. Um sein Potential zu nutzen müsste er bessere Routen laufen und „mehr“ als ein Possession-Receiver werden. Dürfte auch in den Special Teams von nutzen sein.

Runde 6 (199): Ihmir Smith-Marsette, WR, Iowa

Und weiter geht’s mit den Receivern… An der Brady-Position im Draft wird Smith-Marsette gepickt. Dieser ist mit 1,85m nicht ganz so groß, hat allerdings ein ziemlich gutes Route-Running, gerade bei tieferen Routen. Falls unsere Offensive Line lang genug hält, wird er sich tief freilaufen können. Keine überragenden Hände, fängt oft mit dem Körper. Also: Klassischer Homerun-Hitter, der jedoch auch bei Screens, Jet-Motions und Touchpässen eingesetzt werden könnte. Grüße gehen hier also raus an Jonas: Kein klassischer Gadgetplayer, aber mit so etwas könnte ich mich anfreunden.

Runde 6 (223): Cade Johnson, WR, South Dakota State

Grüße gehen an Christian Lohr von Upside, DEM Fantasy-Football-Podcast. Kommt mit auf den Hypetrain!

Nein, ganz so gut finde ich ihn dann doch nicht. Hat beim Seniorbowl wohl auf sich aufmerksam gemacht. Auf dem 2019ertape sieht man, wo er gefährlich ist: Im Slot und mit dem Ball in der Hand. Könnte sich folglich seinen Rosterspot auch durch sein Returngame bzw. seine generelle Mitarbeit in den Special Teams sichern. Spielte leider in einer nicht so guten College-Conference: Gegen die Defender dort sah er sehr gut aus; muss allerdings in der NFL mit viel besseren Defendern rechnen.

Fazit:

Nach diesem Draft bräuchte das Team noch Hilfe auf der QB und der LB-Position, hier kann man allerdings mit Undraftet Free Agents oder günstigen Free Agents der Welle 3 agieren. (Tuf Borland würde mir als LB gefallen!)

Es wäre zudem schön gewesen, wenn man einen Zweitrundenpick durch einen etwas weiter gehenden Downtrade hätte generieren können. Ansonsten bin ich sehr zufrieden: Sowohl die Offensive Line, als auch die Edge-Position wurden verstärkt. Gerade Darrisaw dürfte in unserem System ein „Day 1“-Starter sein. Auf Safety muss man hoffen, dass einer der beiden einschlägt- bei Hufanga hätte ich dort jedoch große Hoffnungen. Ansonsten wurden einige Wildcards auf der WR-Position gezogen, die sich auszahlen könnten. Ansonsten gibt es Tiefe auf CB und DT.

 

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